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EQOS Energie erhält Auftrag zur Elektrifizierung des Verschiebebahnhofs Linz Stadthafen

Spezial Know-how gefragt: Durch Rammpfahlfundierungen und Maststellarbeiten zur Montage von 100 Fahrleitungsmasten

EQOS Energie erhält von der ÖBB-Infrastruktur AG den Auftrag zur umfassenden Elektrifizierung des Verschiebebahnhofs Linz Vbf. Stadthafen. Von Oktober bis Dezember 2018 wird EQOS Energie binnen zwei Monaten die Elektrifizierung von neun Gleisen bzw. insgesamt zehn Gleiskilometern umsetzen. Der Linz Vbf. Stadthafen wird dadurch zukünftig für umweltfreundliche E-Loks vollständig befahrbar. EQOS Energie übernimmt die Rammpfahlfundierungen sowie Maststellarbeiten aller Gleise und stattet diese mit insgesamt 100 Fahrleitungsmasten aus. Das Auftragsvolumen des Projekts beträgt rund eine halbe Million Euro. Ausschlaggebend für die Beauftragung von EQOS Energie war die Kombination aus tiefem Experten Know-how und der für die Arbeiten notwendigen Spezialgerätschaften.

„Für die gleisgebundene Herstellung der Rammpfahlfundamente verwenden wir ein sogenanntes Raupenrammgerät. Beim anschließenden Stellen der Maste kommt ein spezielles, ebenfalls gleisgebundenes Maststellgerät zum Einsatz. In Summe werden wir mit rund 15 Mann täglich an der Gleiselektrifizierung arbeiten – und das bei gleichzeitigem Vollbetrieb am Güterbahnhof,“ erläutert Bernhard Schuller, Geschäftsfeldleiter Bahntechnik von EQOS Energie. „Daher sind einerseits eine perfekte logistische Planung und andererseits die nahtlose Abstimmung mit der ÖBB Infrastruktur notwendig. Nur so werden wir die gesamten Arbeiten mit möglichst wenig Betriebsbehinderungen für die ÖBB umsetzen können“, führt Schuller weiter aus.

Ressourcen schonender Einsatz von Rammpfahlfundierungen

EQOS Energie verwendet hier mehrheitlich Rammpfahlfundamente anstatt jener herkömmlichen Pendants aus Beton. Der Vorteil liegt in ihrer effizienten Einsatzweise. Denn im Gegensatz zu Betonfundamenten, welche einen langwierigen Bearbeitungsprozess benötigen, können Rammpfahlfundamente sofort nach dem „Einrammen“ für die weiteren Arbeitsschritte verwendet werden. Das spart Zeit und Kosten. Die Stahlköcher werden mit hoher Kraft ins Erdreich gerammt und bilden dadurch jene Fundamente, in welche die Experten von EQOS Energie die notwendigen Fahrleitungsmasten sofort einsetzen. Jene Rammköcher bieten den Fahrleitungsmasten stabilen Halt – und den benötigen sie mit einer Länge von 10 bis 18 Metern und einem Gewicht von zwei bis zehn Tonnen auch. Sind die Fahrleitungsmasten eingebaut, bilden sie die Grundlage für alle weiteren Arbeitsschritte – bis hin zur vollständig montierten 15 kV-Fahrleitungsanlage, welche die E-Loks zum Antrieb benötigen.

Effizientere und umweltfreundlichere Güterversorgung für Industriestandort Linz

Der Bahnhof Linz Vbf. Stadthafen wird zwischen 2019 und 2022 umgebaut. Zusätzlich zur Elektrifizierung werden durch die ÖBB drei Gleise verlängert, sowie ein neues Gleis errichtet und sämtliche Weichen fernsteuerbar umgebaut. Zudem entsteht eine neue Sicherungsanlage sowie ein zusätzliches Gleis beim sogenannten Gleisdreieck für eine direkte Fahrmöglichkeit zwischen Linz Hauptbahnhof und Linz Vbf. Stadthafen. „Durch den Um- und Ausbau des Linz Vbf. Stadthafen entfällt einerseits der zeitaufwändige Wechsel zwischen E- und Diesel-Loks, und andererseits verringert sich der Verschub-Aufwand. Für den Linz Vbf. Stadthafen bedeutet dies eine Effizienzsteigerung und höhere Effektivität in der Betriebsabwicklung. Gerade bei einem stetig wachsenden Containerumschlag am Linz Vbf. Stadthafen ist diese umweltfreundliche, Sicherheit fördernde und Lärm reduzierende Maßnahme ein wichtiger Schritt für die effiziente Güterversorgung des Industriestandortes Linz“, wie Hubert Hager, Geschäftsbereichsleiter Projekte Neu-Ausbau der ÖBB-Infrastruktur AG, erläutert.