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Stromschienenmontage im Lainzer Tunnel

Der Lainzer Tunnel ist die wichtigste Süd-West Verbindung Wiens und läuft direkt unter der Stadt hindurch. Seit 2005 schon wird hier an der Verknüpfung mit der Westbahn, der Einbindung der Südbahn und der Anbindung der Donauländebahn gearbeitet. Rechtzeitig zur Fertigstellung im Herbst 2012 stattete EQOS Energie die neue Bahnverkehrsachse mit einer eigens auf diesen Tunnel ausgelegten, platzsparenden Deckenstromschiene aus.

Ziel des beauftragten Tunnelbaus ist es, dass Schienenverkehrsfahrzeuge Wien schneller und umweltschonender passieren können. Nach Fertigstellung des 12,3 km langen Tunnels können Personenzüge bis zu 160 km/h schnell fahren, Güterzüge bis zu 120 km/h.

EQOS Energie entwickelte extra für die speziellen Raumverhältnisse in diesem Tunnel ein Bohrverfahren zur Montage der Armaturen. Für über 2.500 Stützpunkte wurden 6.950 Ankerbohrungen vorgenommen und eine insgesamt 20,5 km Deckenstromschiene installiert. Wichtigstes Augenmerk dabei war,
dass die Stromschiene besonders platzsparend und betriebssicher ist.

Auch ein von EQOS Energie patentierter Messwagen kam hier zum Einsatz. Er wurde eigens für berührungslose Messfahrten mit Videoaufzeichnung und Messstromabnehmer entwickelt. Trotz des sicherheitstechnisch äußerst hohen Niveaus konnten die Arbeiten sehr wirtschaftlich umgesetzt werden.

Leistungen im Überblick:

  • Bohren und Montage der Hängesäulen für die Stromschienenbefestigung (2540 Stück)
  • Montage der Stromschienenelemente an den Hängesäulen im 12,3 km langen Tunnel
  • Aufziehen des Rillenfahrdrahtes und anpassen der Abspannungen an den Tunnelportalen (20,5 km Fahrdrahtlänge)
  • Herstellen von Tunnelsicherheitsschaltern zur Freischaltung der Oberleitung vor den Tunnelportalen
  • Berührungslose Messfahrt mit eigenem Messwagen

Faktenbox

Ausführungszeitraum:
November 2010 bis September 2012

Errichtungsort:
Wien, Österreich

Trassengeschwindigkeit:
160 km/h